CULINARIUM fordert und fördert mich – Culinarium

CULINARIUM fordert und fördert mich dadurch, dass mir viel zugetraut und anvertraut wird.

Foto: Janine Simons 
Interview: Selina Müller 

Julia Riget arbeitet seit dem 1. November 2024 bei CULINARIUM. Sie leitet vielseitige Projekte wie die regio-märkte, die Mostzeit und TASTE. Die Tourismus- und Eventmanagerin akquiriert und betreut Kundinnen und Kunden in weiten Teilen der Ostschweiz. Im Interview berichtet sie über ihre Erlebnisse im Aussendienst, was es bedeutet, ein Projekt von Grund auf zu planen, wie sie das Team erlebt, über ihr grösstes Erfolgserlebnis und warum man bei einem Appenzeller am Telefon auch nochmals nachfragen darf.  

Julia, welche deiner Talente kannst du bei CULINARIUM am besten einsetzen? Organisationstalent, Entscheidungsfreudigkeit und vernetztes Denken. Wenn ich ein Projekt übernehme, mache ich das von der Ausarbeitung der Idee bis zur Schlussabrechnung. Dazwischen sind viele Schritte wie die Budget- und Kommunikationsplanung, der Webauftritt, die Akquise bis hin zu live vor Ort sein und einiges mehr. Ich muss von Anfang an planen, welche Aufgaben für wann anstehen, von wem ich welche Informationen wann brauche, damit das Projekt in einen Fluss kommt.

Was macht dir besonders viel Spass? Am coolsten finde ich es, wenn das Projekt die Konzeptionsphase durchlaufen hat und ich die Sachen festnageln kann. Am schönsten ist es, wenn die Partnerinnen und Partner auf den ersten Kick auf das Projekt aufspringen. Sie von diesem Zeitpunkt an zu beraten und zu begleiten, das mache ich am liebsten. Es macht mir Freude, dann dafür zu sorgen, dass die Partner, insbesondere Produzentinnen und Produzenten, sich aufgehoben fühlen und alles zur Zufriedenheit aller Beteiligten abläuft.

Du arbeitest nicht nur im Büro. Wie erlebst du deine Tätigkeit im Aussendienst? Es ist schön, wie bekannt in der Ostschweiz die CULINARIUM-Krone ist, dass ich das nicht mehr erklären muss

Wenn ich dann mit den Partnern im Gespräch bin und ihnen Werbeoptionen vorschlage, kommt oft: «Aha, das macht ihr alles!»

Schön ist auch zu erleben, dass in der Kulinarik-Branche eine gewisse Gastgeber-Kultur selbstverständlich ist. Ich werde wohlwollend empfangen, mir wird ein Getränk angeboten und alles gezeigt. In diesen Betriebsführungen spüre ich authentischen Stolz und die Leidenschaft für das Produkt. Zugleich ist das für mich eine spannende Weiterbildung. Auf der anderen Seite werde ich als Fachexpertin respektiert und wir kommen konstruktiv aufeinander zu, um Synergien zu nutzen.

Was ist das Lustigste, was du bisher erlebt hast? Bei einem meiner ersten Telefonate hatte ich einen Appenzeller mit ausgeprägtem Dialekt am Telefon. Ich verstand beim besten Willen nicht, was er mir sagen wollte. Als ich nachfragte, sagte er es auf dieselbe Art nochmals. Beim dritten Mal erklärte er es in anderen Worten. Es war mir nicht Recht, aber am Schluss mussten wir beide lachen. Und schliesslich war es eine Zusage und mittlerweile kennen und verstehen wir uns ausgezeichnet.

Was ist bisher dein grösstes Erfolgserlebnis? Dass wir den regio-markt Rappi wieder aufziehen können. Rapperswil ist voll mein Revier, da kenne ich mich gut aus. Ich habe viele Produzenten neu angefragt, die noch nie an einem regio-markt waren. Dieser Einsatz hat sich gelohnt.

Welche Möglichkeiten bietet dir CULINARIUM, um dich weiterzuentwickeln? CULINARIUM fordert und fördert mich dadurch, dass mir viel zugetraut und anvertraut wird. Durch die Verantwortung, die ich habe, stellt mich jedes Projekt vor neue Herausforderungen und bringt mich dazu, neue Wege zu finden und neue Ideen zu haben.

Wie selbständig lässt man dich arbeiten? Sehr. Ich kann Dinge anders machen oder erweitern. Solange ich die eingeplanten Ressourcen von Zeit und Geld nicht sprenge, bin ich sozusagen narrenfrei bis zum Schluss-Reporting. Das muss dann natürlich eine erfolgreiche Bilanz liefern. Aber auf dem Weg dahin, arbeite ich selbständig. Dabei darf ich mir jederzeit Rat und Unterstützung holen.

Wie kannst du dich kreativ in die Projekte einbringen? Die Kreativität in meinem Aufgabenfeld liegt in der Konzeption eines Projektes, insbesondere, wenn es ganz neu aufgebaut wird, wie beispielsweise unseren Auftritt an der Gastia 2026. Es ist kreativ, sich vorzustellen, wie alles aussehen soll und wie ich am besten an die Arbeiten herangehe. Kreativ ist auch die Gestaltung der Beziehungspflege mit den Partnern. Es geht dabei mehr um den Entscheid, ein schönes Mailing zu machen, als um die effektive visuelle Gestaltung davon. Ich denke immer im grossen Ganzen.

Wie reagiert die Geschäftsleitung auf neuen Ideen von deiner Seite? Wohlwollend im Sinne von, lass es uns probieren und wenn es nicht funktioniert, wissen wir es für das nächste Mal.

Mit welchen Zeichen wird deine Arbeit wertgeschätzt? Mit diesem Interview! Und mit dem Vertrauen, das mir tagtäglich gegeben wird.

Wie flexibel sind deine Arbeitszeiten? Sehr flexibel. Die Hoheit liegt mehr auf dem Erfüllen der Aufgaben, als darauf, wann und wo ich sie erledige. Es gibt Zeiten, in denen mehr zu tun ist. Es ist für mich klar, dass ich dann mehr arbeite. Da einige Projekte gebunden an die regionale Nahrungsmittelproduktion saisonal sind, wie die MostZeit oder mit den Messen verknüpft, gibt es auch arbeitsintensivere Zeiten wie den Herbst und den Frühling.

Warum kommst du gerne ins Büro nach Salez? Um das Team zu sehen und wegen dem guten Zmittag in der Mensa des Landwirtschaftlichen Zentrums St.Gallen in Salez.

Mit welchen anderen Leuten aus dem Team hast du viel zu tun? Am meisten mit der Geschäftsleitung Urs und Elisabeth, weil ich von ihnen beiden die Arbeitsaufträge erhalte. Aber auch mit Armin betreffend allem, was online läuft, zum Beispiel dem neuen Auftritt der MostZeit. Mit Janine, wenn es um Gestaltung geht, beispielsweise den neuen Auftritt der regio-märkte, die ein neues Branding erhalten. Aber auch mit Selina, wenn ich was im Newsletter platzieren will oder eine Medienmitteilung brauche oder neue Texte für einen Webauftritt oder einfach jemand, der mir über einen Text schaut, mit Alexandra, wenn es um die Kommunikation in Kampagnen und Projekten geht. Mit Jürg ist es ein Wissensaustausch, weil wir die gleiche Position haben, einfach in anderen Projekten und Gebieten. Etwas weniger mit Bettina von der Degustation, da sie ihren Bereich sehr selbständig organisiert, am ehesten, wenn ich Personal benötige für Messen und Märkte. Mit Manuel am wenigsten, eigentlich nur, wenn Windows spezielle Aufmerksamkeit fordert.

Wie erlebst du den internen Umgang miteinander im Team? Professionell, unkompliziert, zuverlässig und kooperativ. Die Kommunikation ist offen und ehrlich.

Welche Möglichkeiten sind geboten, die Leute vom Team auch ausserhalb der Arbeitszeit kennenzulernen? Wir haben zweimal im Jahr einen offiziellen Teamevent. Den letzten habe ich organisieren dürfen, es war eine Weinwanderung. Es gibt aber auch zusätzliche Anlässe, wo sich jene, die Lust haben, zum Wandern oder Skifahren oder Grillieren treffen. Und wir gehen montags und donnerstags in Salez gemeinsam in die Kaffee- und Mittagspause.

Welche von den oben genannten Punkten würdest du als Arbeitgeberin auch so umsetzen? Das ergebnisorientierte und selbstbestimmte Arbeiten. Die hybride Arbeitsweise und die flexiblen Arbeitszeiten. Die grosse Freiheit und Selbstständigkeit jedes Einzelnen.

Gibt es noch etwas, was du gesagt haben möchtest, worüber wir nicht gesprochen haben? Du hast mich mal gefragt, wie das für mich sei, als die Jüngste vom Team. Davor ist es mir gar nicht aufgefallen. Nun ist es mir mehr bewusst und ich schätze es, von den vielseitigen Erfahrungen der Menschen im Team profitieren zu dürfen und dass meine KollegInnen auch im Gegenzug auf mich zukommen, wenn es um gewisse Apps oder Kommunikationsgewohnheiten der Generation Z geht.

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