
Thurgauer Rieslingsuppe
Die Rebsorte Müller-Thurgau trägt den Kanton in die Welt hinaus. Hermann Müller, geboren 1850 im Thurgau, kreuzte sie 1882 in Geisenheim und ging davon aus, er habe Riesling mit Silvaner verbunden. In der Schweiz heisst sie deshalb bis heute Riesling-Silvaner. Erst 2000 zeigte eine Genanalyse, dass der zweite Elternteil eine fast vergessene Tafeltraube war, Madeleine Royale.
In der Suppe zählt vor allem, wann der Wein dazukommt. Er wird mit der Mehlschwitze aufgekocht, damit der Alkohol verfliegt und nur die Säure bleibt. Der Rahm kommt zuletzt und darf nicht mehr kochen, sonst flockt er in der Säure aus. Muskat erst am Schluss reiben.
Warum der regio-score für dieses Rezept grün ist:
Dieses Rezept liegt im grünen Bereich. Weisswein, Rahm, Butter und Mehl sind zertifiziert regional erhältlich, die Bouillon zählt nicht als landwirtschaftliche Zutat. Deshalb grün. Für den grünen Bereich müssen die Hauptzutat und mindestens 80 % der landwirtschaftlichen Zutaten aus der Region stammen. Das ist hier der Fall. Mindestens zwei Drittel der Wertschöpfung bleiben in der Region.
Zutaten
- 3 dl Weisswein (Riesling-Silvaner/Müller-Thurgau)
- 2 dl Vollrahm
- 5 dl Fleischbouillon
- 30 g Butter
- 1 EL Mehl
- 1 Zwiebel
- etwas Muskatnuss
- 1 Prise Salz
Grün – regional und CULINARIUM-zertifiziert.
Gelb – regional, erfüllt aber (noch) nicht die Kriterien des CULINARIUM Gütesiegels.
Rot – stammt nicht aus der Region.
Normal – zählt nicht (nicht landwirtschaftliche Zutat wie Salz oder Wasser).
Zubereitung
- Die Zwiebel fein hacken und in der Butter bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Das Mehl darüberstäuben und unter Rühren kurz mitdünsten, ohne dass es Farbe nimmt.
- Mit der Fleischbouillon und dem Weisswein ablöschen, unter Rühren aufkochen und bei kleiner Hitze 15 bis 20 Minuten offen köcheln lassen.
- Den Rahm einrühren und noch rund 5 Minuten sämig einkochen lassen. Die Suppe darf dabei nicht mehr sprudelnd kochen.
- Mit Salz und Muskatnuss abschmecken und heiss servieren.
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Auf den Fersen des CULINARIUM Regionalitäts-Wächters
Wie erhält man das CULINARIUM-Zertifikat und wer garantiert, dass die einzelnen Zutaten auch tatsächlich aus der Ostschweiz kommen? Wir haben Auditor Stefan Wyss bei der Re-Zertifizierung in der Bäckerei Mohn in Sulgen begleitet.

